Station 9

Die alte Dorfschule

DORFSCHULE

Treten Sie ein in unsere Schulstube, die die Authentizität einer Alleinlehrer-Dorfschule aus der Zeit um 1900 einfängt. Die vordersten Reihen sind geprägt von rustikalen Dreier- und Viererbänken, handgefertigt von einem Dorfschreiner aus der Ära um 1900. Die durchgehenden Sitzbänke bieten nicht nur einen nostalgischen Charme, sondern hatten auch eine praktische Funktion – bei Bedarf konnten die Kinder enger zusammenrücken, um Platz für alle zu schaffen.

SCHULBÄNKE

In Anlehnung an die Görwihler Schulordnung von 1865 wurden die Kinder nach jedem Zeugnis nach Noten geordnet, die Besten nahmen die vorderen Plätze ein, während diejenigen mit geringerer Bewertung weiter hinten saßen. Es kann in Frage gestellt werden, ob diese Regelung nach heutigen pädagogischen Standards als besonders sinnvoll betrachtet werden würde.

Neben der Tafel steht eine alte Schul-Rechenmaschine - ein Abakus, der zur Durchführung von grundlegenden mathematischen Operationen wie Addition oder Subtraktion verwendet wurde. Auf dem Lehrerpult liegen noch Ärmelschoner. Ein überaus sinnvolles Kleidungsstück in einer Zeit, als Tintenfässer und Federkiel noch gebräuliche Schreibutensilien waren.

Sein eigentliches Geheimnis verbirgt das Lehrerpult in seinem Inneren. Im Deckel haben sich all die Lehrer verewigt, die seit dem Jahr 1910 die Engelschwander Schule mit ihrem Wissen und Engagement geprägt haben. Diese bemerkenswerte Tradition dient nicht nur als Zeitzeugnis, sondern auch als lebendige Verbindung zu den Pädagogen vergangener Jahrzehnte, die gemeinsam die Bildungsreise der Schule gestaltet haben.

In den Vitrinen und Schränken sind interessante Schuldokumente aus vergangenen Jahrzehnten zu entdecken. Bei genauerer Betrachtung könnten Sie womöglich auf Erinnerungen aus Ihrer eigenen Schulzeit stoßen. Gleichzeitig gibt es aber auch Dokumente, die Sie mit einem Schmunzeln auf vergangene schulische Gepflogenheiten blicken lassen werden.

LEHRMATERIALIEN UND SCHULDOKUMENTE

Dieses Projekt „Erweiterung der Sensibilisierung zur Grafschaft Hauenstein in Naturpark Südschwarzwald“ wurde als Vorhaben des Landes Baden-Württembergs im Rahmen des GAP-Strategieplans Deutschland 2023 - 2027 mit Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg finanziert.